Hochzeit mit Hindernissen
Eine Aufführung des Literaturkurses von Herrn Spliethoff


Im ersten Halbjahr der Jahrgangsstufe 12 bereitete sich der Literaturkurs unter der Leitung von Herrn Spliethoff auf die Aufführung des Stückes "Hochzeit mit Hindernissen" vor. Das Stück ist eine Abwandlung des von Coralie Wolf verfaßten "Hochzeitswalzer". Da einige Szenen des ersten Teils noch Feinschliff benötigten und der zweite Teil ein seltsames Ende beinhaltete, erklärte sich Herr Spliethoff bereit, das Stück in mühevoller Arbeit umzuschreiben. Hierfür nochmals vielen Dank!



Die neue Version basiert auf der Liebesgeschichte der 50 jährigen Rebecka und ihrem 15 Jahre jüngeren Verlobten Nick. Rebecka, eine reife, selbstbewußte Frau mitten im Leben und Nick, ein Muttersöhnchen ohne das nötige Durchsetzungsvermögen. Dieser Skandal bietet den Verwandten und Freunden des Brautpaares die Möglichkeit, ihre Meinungen ungefragt zu äußern. Im ersten Teil des Stückes werden die einzelnen Figuren vorgestellt, um dann im zweiten Teil zum Hochzeitsessen aufeinanderzustoßen.

Zu Beginn der Leseübungen im Unterricht stellte sich die Frage der Rollenverteilung. Durch die Äußerung individueller Wünsche von Seiten der Darsteller zeigten sich schon bald Überschneidungen. Die endgültige Wahl der Rollen fiel durch die Abstimmung des Kurses. Besonders der Part des homosexuellen Paares war schwer zu vergeben, da zunächst niemand von den männlichen Kursteilnehmern sich damit identifizieren wollte. Zum Glück erklärten sich zwei mutige Jungen bereit und zeigten auf diese Art sehr viel Humor. ;-) Anschließend setzten sich die Schüler mit den verschiedenen Rollen auseinander, erarbeiteten Charakterzüge und ließen dabei ihrer Fantasie freien Lauf. Je extremer die Charaktere waren, desto mehr Spaß bereitete es.

Sich in andere Rollen hineinzuversetzen und seine eigene Ansicht in den Hintergrund zu rücken, versprach interessant zu werden. Nachdem die Rollenmodelle erstellt waren, probte der Kurs zunächst im Klassnraum, dann auf der Schulbühne. Diese war für den zweiten Teil des Stückes beinahe zu klein, da nur mit viel Aufwand alle beteiligten Darsteller Platz fanden. Jedes Kursmitglied sollte zur Beschaffung von Kostümen und anderen Requisiten beitragen. Der Schulfundus im Keller der Aula, welcher unter Staub begraben war, erwies sich dabei als nicht sehr hilfreich. ;-(

Ein weiterer Stolperstein auf dem Weg zur Aufführung war die Textunsicherheit einiger Schüler. Noch in den Proben kurz vor der Premiere hatte der Kurs mit schweren Defiziten zu kämpfen. Herr Spliethoff berichtete sogar von schlaflosen Nächten und Albträumen.

Dank der großen Hilfe von Felix Rosenschild und anderen Jungen aus dem Literaturkurs konnte pünktlich zur Aufführung ein tolles Bühnenbild, großartige Lichteinstellungen und die dazugehörige Hintergrundmusik präsentiert werden.

Am 29. Januar 2009 war der große Abend da. Eine so volle Aula sahen viele zum ersten Mal. Trotz großer Nervosität hinter der Bühne lief die Aufführung reibungslos ab. Viele Schüler und Schülerinnen, die Familien der Darsteller und einige Lehrer fanden den Weg zur Premiere. Zur Freude aller hatte das Stück einen sehr hohen Unterhaltungswert bei dem Publikum, so daß der Beifall nicht enden wollte. Für die großzügige Spende im Anschluß bedankt sich der Kurs an dieser Stelle recht herzlich. Ein weiterer Dank geht an den 9er Kunstkurs von Frau Leschcyk für das hervorragende Bühnenbild, sowie das Erstellen von Werbeplakaten.

Der Literaturkurs wünscht Herrn Spliethoff von nun an bessere Träume.